3.3.4. RGB-LED Streifen Flashen
3.3. RGB LED Streifen Flashen und Fehler finden
 
 
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Wichtige Links


Hier findest du den aktuellen Code https://gist.github.com/thealkly/8818fd35e8af7be235a8d9c527a293b8 

Ich aktualisiere diesen, auch wenn im Video ggf. noch ein älterer Stand gezeigt wird

Hardware:
RGB LED plus Kaltweiß Warmweiß Chip https://amzn.to/43CyVJO *
RGB plus Warmweiß https://amzn.to/4qqqQAN *
RGB COB https://amzn.to/4a8pvIJ *

Zigbee RGB CW WW https://amzn.to/4nzU12x *
(*affilate Links)

Gehäuse Version 1.0
3.3.4_RGBWDimmer_Deckel_v1.0.stl
3.3.4_RGBWDimmer_Case_v1.0.stl

Ziel der Lektion

Nach diesem Video kannst du:

  • RGB-LED-Stripes lokal mit Home Assistant steuern (ohne Cloud).

  • Verstehen, wann Zigbee-Controller sinnvoll sind – und wann ESPHome die bessere Wahl ist.

  • Den Unterschied zwischen klassischen RGB/RGBW/RGB+CCT Stripes und NeoPixel/WLED sauber einordnen.

  • Einen zusätzlichen MOSFET-Kanal hardwareseitig ergänzen und in ESPHome als echtes RGB-Lightkonfigurieren.

  • Das fertige Gerät in Home Assistant integrieren und die Farbkanäle testen.


1) Erst die Grundfrage: Zigbee oder ESPHome?

Du hast zwei solide Wege – beide lokal, beide ohne Cloud, aber mit anderem “Mindset”:

Option A: Zigbee LED-Controller

Vorteile

  • Schnell, wenig Löten, “fertig kaufen → anlernen → läuft”

  • Komplett appfrei möglich (über Zigbee2MQTT / ZHA)

Nachteile

  • Du brauchst Zigbee “überall da”, wo du Licht willst

  • Weniger Bastel-Flexibilität (Sensoren, Extra-Logik, Spezial-Setups)

Option B: ESPHome (DIY Controller mit MOSFETs)

Vorteile

  • Maximale Kontrolle, super für lokale Hardware und eigene Logik

  • Du skalierst das Prinzip: 1 Kanal, 2 Kanäle, 3 Kanäle, 5 Kanäle … immer gleiches Muster

  • Du kannst nebenbei direkt noch Sensoren integrieren (bei dir: Temperatur/Luftfeuchte fürs Gehäuse)

Nachteile

  • Mehr DIY: löten/verdrahten, Pin-Planung, sauberes Kabelmanagement

 In diesem Modul zeigst du bewusst ESPHome, damit man das Prinzip wirklich versteht und beliebig erweitern kann.


2) Welche LED-Stripes sind “modern” sinnvoll?

“Oldschool RGB” (separate Chips)

Früher: pro Farbe ein separater Chip auf dem Strip (R, G, B). Funktioniert, aber ist heute eher “meh”.

Modern: RGB + Warmweiß + Kaltweiß (RGB+CCT / RGBWW / “eierlegende Wollmilchsau”)

Das ist der Sweet Spot, weil:

  • RGB für Effekte / Farbe

  • separates Warmweiß/Kaltweiß für richtiges Wohnlicht

Wichtiges Learning aus dem Video:
RGB allein erzeugt kein schönes Warmweiß. Wenn du gutes indirektes Wohnlicht willst: nimm Stripes mit extra Warmweiß-Chip (und idealerweise auch Kaltweiß).


3) Kurz-Einordnung: NeoPixel / WLED (damit du’s nicht verwechselst)

Du erwähnst es bewusst, damit jeder’s einordnen kann:

NeoPixel / adressierbare LEDs (WS2812 & Co.)

Erkennbar an:

  • 5V, GND, und DIN/DOUT (Daten rein / Daten raus)

Warum “anders”?

  • Jede LED hat einen kleinen Chip, der “zuhört”

  • Du steuerst über eine Datenleitung und kannst sagen:

    • LED 1–5 rot, LED 6–10 blau, Effekte, Animationen usw.

✅ Mega für Spielereien/Effekte
❌ Aber nicht das klassische “3 Kanäle dimmen” Thema – das kommt bei dir später als separates WLED-Modul.


4) Hardware-Prinzip: Ein Kanal mehr = ein MOSFET mehr

Du kommst aus dem Warmweiß/Kaltweiß-Setup (2 Kanäle) und sagst:

Damit du alle Optionen hast, bauen wir einfach noch einen Treiber/Kanal dazu.

Das ist der wichtigste DIY-Gedanke:

  • Jeder Kanal = ein PWM-Ausgang am ESP + ein MOSFET-Treiber

  • RGB braucht 3 Kanäle (R, G, B)

  • Warmweiß/Kaltweiß zusätzlich → dann bist du bei 5 Kanälen (RGB + WW + CW)


5) Verkabelung im Video (Praxis-Setup)

Du nimmst einen freien GPIO

Beispiel: GPIO 23 für einen neuen Kanal (du ergänzt also einen weiteren “Trigger”/PWM-Ausgang Richtung MOSFET).

Plus/Minus-Logik beim RGB-Strip

  • Plus (V+) vom LED-Strip geht auf +24V (bei dir: rot = Plus)

  • Die einzelnen Farbkanäle werden über MOSFETs gegen Minus (GND) geschaltet (Low-Side-Switching)

  • Warmweiß/Kaltweiß lässt du erstmal weg, weil es hier um den RGB-Test geht

Profi-Hinweis aus deinem Flow:

  • Für Demo/Prototyp ok ohne Aderendhülsen – aber im finalen Einbau (Garderobe) bitte sauber mit Hülsen arbeiten.


6) ESPHome: Aus “3 Ausgängen” wird “ein RGB-Licht”

Jetzt kommt der Kern im Code:

Schritt 1 — Neues ESPHome Device anlegen

  • “New Device” → z. B. LED-Dimmer 02

  • Edit YAML

Schritt 2 — Basisblöcke übernehmen

Du übernimmst aus dem vorherigen Setup:

  • I²C (für deinen Temp/Luftfeuchte-Sensor im Gehäuse)

  • Sensor-Block (Temperatur + Luftfeuchte)

  • Output-Definitionen (PWM für MOSFET-Kanäle)

Schritt 3 — Drei PWM Outputs definieren

Beispielhaft:

  • GPIO 23, 18, 19 → Rot / Grün / Blau
    (du testest und korrigierst später die Zuordnung, je nach Kabeln)

Schritt 4 — Als RGB-Light zusammenfassen

Damit Home Assistant nicht 3 einzelne Dimmer sieht, sondern ein echtes Licht:

  • platform: rgb (sinngemäß)

  • Kanäle zuweisen: red, green, blue

  • Optional: Gamma Correction, Default Transition, etc.

Schritt 5 — Flashen & Installieren

  • Speichern

  • Install → Manual download

  • Factory.bin downloaden

  • Über Web-Installer installieren (dein Standard-Workflow)

  • Danach: kurz in die Logs schauen (am Kabel hast du die zuverlässigsten Infos)


7) Pins/Mapping sauber testen (das macht jeder einmal 😄)

Du machst das genau richtig: nicht raten, sondern testen.

Du stellst fest:

  • Grün hängt bei dir auf GPIO 23

  • Rot auf GPIO 19

  • Blau auf GPIO 18

Wichtig: Wenn Farben “falsch” sind, hast du zwei schnelle Wege:

  1. In ESPHome die Kanäle tauschen (sauberer in der Software)

  2. Oder Hardware umstecken (wenn’s dir gerade schneller ist)


8) Home Assistant: Integration & Live-Test

Schritt 1 — Geräte & Dienste

  • Gerät taucht als ESPHome-Gerät auf (bei dir “LED-Demo 02” ist schon drin)

Schritt 2 — Entitäten prüfen

Du siehst:

  • Temperatur / Luftfeuchte (Gehäuse-Check)

  • Das neue RGB-Licht

Schritt 3 — Farbtest

  • Licht einschalten

  • Rot/Grün/Blau testen → Kanäle stimmen ✅

  • Weiß testen → wirkt eher “blau-weißig”

Und genau da kommt dein Praxis-Point:

Deswegen lieber RGB+CCT nutzen, wenn du echtes warmes Wohnlicht willst.

Schritt 4 — Dashboard

Du packst das Licht ins Raum-Dashboard (“Studio”) und kannst dann ganz entspannt Farben wählen.


Profi-Tipps (aus deiner Erfahrung, damit’s im echten Einbau nicht nervt)

  1. RGB ist Effekt – Warmweiß ist Wohnlicht.
    Wenn du “gemütlich” willst: nimm Stripes mit separatem WW/CW.

  2. Skalieren wie Lego:
    Ein Kanal = ein MOSFET + ein PWM Pin. Mehr brauchst du gedanklich nicht.

  3. NeoPixel/WLED nicht verwechseln:
    Wenn du “jede LED einzeln” willst → Datenleitung (5V), anderes Thema.

  4. Logs am USB sind Gold wert:
    Wenn WLAN zickt oder Sensoren fehlen, ist das der schnellste Debug-Path.

  5. Finale Montage = sauber crimpen:
    Aderendhülsen + Zugentlastung + ordentliches Gehäuse → sonst hast du nach 3 Monaten Wackler.