In diesem Video bringen wir das Projekt wirklich zum Laufen:
Du flashst den ESP32, verdrahtest MOSFET-Board + LED-Streifen, bindest alles in Home Assistant ein – und ich zeige dir live, wie du typische Fehler systematisch debuggen kannst (bis hin zu einem defekten MOSFET-Board). Bonus: Wir rüsten direkt einen Temperatursensor im Gehäuse nach – per Wireless Update (OTA).
ESP32 flashen mit der *-factory.bin über Web-ESPHome
LED-Streifen leuchtet in Home Assistant als eine Lampe (Helligkeit + Farbtemperatur)
Du kannst Debugging nach Schema F:
„Warmweiß geht nicht“ → Kanal/Pin/Board/Kabel prüfen
„Sensor wird nicht gefunden“ → I²C/Pinbelegung/Strom/Adresse prüfen
Temperatursensor (AHT20/AHT21) ist drin und liefert Werte – ohne USB neu flashen, nur per OTA
In ESPHome das Gerät öffnen → Install
Manual Download → LED-Demo01-factory.bin (oder dein Name)
Web-ESPHome öffnen → Verbinden → factory.bin auswählen → Installieren
USB dran, dann:
BOOT gedrückt halten
kurz RESET drücken
RESET loslassen, dann BOOT loslassen
Danach erneut verbinden/installieren
Alles bis inkl. captive_portal bleibt i.d.R. Standard (WLAN, API, OTA)
Änderungen nur wenn:
du statische IP willst
du bewusst ein anderes Framework brauchst (selten, wird dann extra erklärt)
Relevant ist in 99%: ab output: (PWM) und light: (Home Assistant Lampe)
output: ledc = PWM-Ausgänge am ESP32Du definierst:
GPIO18 → WW (oder CW)
GPIO19 → CW (oder WW)
frequency: 2000 Hz ist ein solider Startwert:
zu niedrig → Kamera-Banding/Flackern
zu hoch → kann MOSFET stressen (je nach Board/Last)
Tipp: Wenn du nur 1 Kanal hast:
monochromaticverwenden und nur einen output definieren.
light: platform: cwww = aus 2 Kanälen wird 1 Lampecwww sagt Home Assistant:
„Achtung: ein Licht mit Cold White + Warm White“
Optional, aber nice:
gamma_correct → angenehmeres Dimmgefühl
default_transition_length → weiche Übergänge (WAF!)
constant_brightness → wirkt beim Farbtemp-wechsel gleich hell
Plus wird durchgeschliffen (Netzteil → LED +)
Minus wird geschaltet (über MOSFET: IN → OUT)
Gemeinsame Masse (GND) ist Pflicht:
Netzteil-GND ↔ MOSFET-GND ↔ ESP32-GND
GPIO18 und GPIO19 gehen auf die Trigger/Signal-Eingänge
Extra-GND am Trigger brauchst du oft nicht, wenn dein Board/Masse schon gemeinsam ist
(aber: wenn du merkwürdige Effekte hast → GND-Signalleitung testweise mit anschließen)
WW- und CW- an die jeweiligen OUT Klemmen
Plus des LED-Strips direkt an +24V
Tipp: Mach dir Labels an die Strip-Kabel (WW-/CW-/V+). Spart später 30 Minuten Fluchen.
Für Schraubklemmen: Aderendhülsen sind wirklich sinnvoll
Für Verteilung/„Prototyp“: WAGO ist super praktisch (später kannst du es sauber im Gehäuse aufbauen)
Einstellungen → Geräte & Dienste → ESPHome → Gerät hinzufügen
Gerät benennen, Raum zuordnen (z.B. „Flur“)
Licht ins Dashboard pinnen → fertig:
Schalter
Dimmer
Farbtemperatur-Slider
Symptom: CW geht, WW nicht (oder umgekehrt)
Debug-Schritte:
Kanäle am ESP tauschen (GPIO18/19 vertauschen)
Wenn der Fehler „mitwandert“ → Thema ESP/Pin/Kabel
Wenn der Fehler bleibt → Thema MOSFET-Kanal/Board/LED-Anschluss
Kabel prüfen (Jumper + Schraubklemme)
Board optisch checken: Bauteile drauf? Lötstellen ok?
Im Video passiert genau das:
Ein MOSFET-Board ist defekt (fehlender Widerstand) → dadurch kein Signal.
=> Sehr guter Reminder: Boards immer einmal visuell prüfen bevor du alles einbaust.
Warum das wichtig ist:
MOSFETs und Step-Down können warm werden
3D-Druck-Gehäuse + Dauerlast → Temperatur im Blick behalten
bei 5m + höherer Leistung kann Kühlung nötig werden
I²C Bus + AHT Sensor in YAML ergänzen
Speichern → Wireless Update (OTA)
Danach erscheinen neue Sensor-Entities in Home Assistant
Typische Log-Meldungen:
Communication failed
No device found
Was das meistens heißt:
Sensor hat keinen Strom (VCC/GND falsch)
SDA/SCL vertauscht
falsche Variante (AHT20 vs AHT21)
Fix im Video:
Kabel tauschen + Sensor-Variante anpassen → danach werden Temperatur/Luftfeuchte erkannt
LED-Licht ist in Home Assistant steuerbar (Dimmen + Farbtemp)
beide Kanäle funktionieren (WW + CW)
Temperatursensor liefert Werte (optional, aber empfohlen)
du weißt: Logs lesen → Fehler eingrenzen → gezielt fixen
Nach 10–15 Minuten Betrieb:
MOSFETs mit dem Finger checken (vorsichtig)
wenn’s zu heiß wird → Kühlkörper / besseres Board / Last aufteilen
2m sind meistens entspannt, bei 5m hängt’s stark von Watt/m ab → testen!